Psychologische Praxis für Gesundheitsmanagement und Biofeedback

Achtsamkeitskurs Qigong

 

Qigong, im Besonderen die Form des Fliegenden Kranichs, begleitet mich seit 25 Jahren und ich freue mich sehr, dass ich mit April 2019 diese wunderbare Bewegungs- und Meditationsübung an Menschen weitergeben darf.

Für mich persönlich ist Qigong ein "Nach-Hause-Weg". Qigong führt mich nach Hause zu mir selbst, nach Hause in meinen Körper, nach Hause zu meiner inneren Kraft und meinen Selbstheilungskräften, es führt mich nach Hause zu meinem Ursprung und zu meinem radikalen Vertrauen. Qigong ist ein Weg, der in die Verbundenheit führt.

Wörtlich aus dem Chinesischen übersetzt bedeutet Qi Lebensenergie, Lebenshauch, Lebensatem, - die Kraft, die Leben ermöglicht, die alles durchdringt.

Gong steht für Arbeit und Können/Fähigkeit.

              

   氣功    

Was ist Qigong?

Eine der alten chinesischen Bezeichnungen für Qigong
lautet Yangsheng, übersetzt mit "Nähren des Lebens".

Das heutige Qigong wurde über einen Zeitraum von über 2 Jahrtausenden entwickelt, mit dem Ziel, das Qi, die Lebensenergie systematisch zu ordnen, zu stärken und dadurch die Gesundheit des Menschen zu unterstützen und sein körperliches und geistiges Potential zur Entfaltung zu bringen.

Qigong ist ein Überbegriff für unterschiedliche Übungsmethoden, um Lebensenergie zu aktivieren, um Energieblockaden aufzulösen und Selbstheilungskräfte anzuregen.

Die Einfachheit des Qigong spiegelt sich in seinen drei Grundprinzipien (Árpád Romándy):
1. Entspannung: ich lerne körperlich und psychisch loszulassen
2. Ruhe: ich lerne mich in einen immer tieferen Zustand der inneren Ruhe und Stille zu versenken
3. Natürlichkeit: ich lerne mich beim Üben nicht zu bemühen, keinen Ehrgeiz zu haben, keine Ergebnisse herbeizuzwingen, sondern mich der natürlichen Entwicklung des Qi zu überlassen.
Im Qigong bedeutet Lernen nicht das, was wir normalerweise darunter verstehen. Es geht nicht um das Beherrschen von Übungen, das Unterscheiden von Richtig und Falsch oder um Fortschritte im kognitiven Verständnis. Lernen bedeutet hier vielmehr in den Körper zu kommen, im Körper zu sein und über die Lebendigkeit des Qi die Rückbindung an den schöpferischen Urgrund, an das höhere Selbst, an das höchste Bewusstsein zu erfahren.

Wozu Qigong praktizieren?

Qigong ist neben Akupunktur und Kräuterheilkunde eine wesentliche Säule der TCM (Traditionelle chinesische Medizin) und umfasst den Bereich der Selbstermächtigung im Umgang mit der eigenen Gesundheit - das, was ich selbst aktiv für meine körperlichen und seelischen Heilungsprozesse tun kann.

Qigong ermöglicht Verbesserungen in folgenden Bereichen:

  • Selbstregulation, Harmonisierung, in die eigene Mitte kommen, zur Ruhe kommen, Entschleunigung
  • Stressabbau, Entspannung (Kiesewetter, E., Reuther, I., 2009. Berichte aus der Qigong-Forschung, 24, S. 99-109)
  • Auflösen ungünstiger Muster, Mühelosigkeit in Haltung und Bewegung
  • Haltungstraining: zentrierte Aufrichtung, entlastete Schulter- und Nackenmuskulatur, Erdung - „unten stabil - oben leicht“ (Schneider, B., 2018. Die Behandlung des chronischen Rückenschmerzes - die Rolle der TCM im tagesklinischen Setting. Deutsche Zeitschrift für Akupunktur. 61, S. 156.; Zubin, F., 2011. Qualitative Studie bei Patienten mit chronischen HWS-Schmerzen zu Effekten von Qigong und einem stabilisierenden Nackenübungsprogramm mittels semi-strukturierter Leitfadeninterviews. Unveröffentl. Dissertation)
  • Atemregulation (Litscher, G., Liang, F., 2017. Qigong und Gesundheitsvorsorge - spezielle Aspekte aus chinesischer Sichtweise. Akupunktur & Aurikulomedizin. 43, S. 26-30.)
  • Konzentration, Gelassenheit, Wachheit, Zentrierung
  • Körperwahrnehmung
  • Migräne und Spannungskopfschmerz (Friedrichs, E., 2003. Qigong Yangsheng-Übungen in der Begleitbehandlung bei Migräne und Spannungskopfschmerz: Ergebnisse einer mulitzentrischen Studie. Zeitschrift für Qigong Yangsheng, S. 101-112.)
  • Asthma (Despeux, C., 2001. Frauen im Daoismus. Zeitschrift für Qigong Yangsheng, S. 31-49.)
  • Essenzielle Hypertonie (Ritter, Ch., 2000. Qigong Yangsheng als Therapieansatz bei essentieller Hypertonie im Vergleich zu einer westlichen Entspannungstherapie. Frankfurt a.M.: Hänsel-Hohenhausen.)
  • Psychische Befindlichkeit und körperliche Beschwerden bei chronischen Schmerzzuständen (Hildenbrand, G., Kahl, J. & Stein, S., 1998. Qigong und China, Institut für Internationale Zusammenarbeit des Deutschen Volkshochschulverbandes e.V. (IIZ/DVV). Bonn IIZ/DW.)
  • Burnout (Urach, H., 2014. Generating Energy. Burnout-Turnout-Prophylaxe und Therapie durch Shaolin-Qi Gong. disserta-Verlag.)
  • Fibromyalgiesyndrom (Kiesewetter, E., Willeboordse, S., 2014. Qigong bei Firbromyalgiesyndrom: Ergebnisse einer quantitativen und qualitativen Langzeitstudie. 29, S. 111-116.)

Die Grundmuster menschlicher Bewegung Öffnen und Schließen (Entfalten und Verdichten) werden in allen Aspekten des Übens, in Körperhaltung, Bewegung, Atmung, geistiger Haltung, in Herz, Blick, Hand, Fuß und Kraft nachgezeichnet, gezeigt und unterstützt (Jiao Guorui, 1997: Die 15 Ausdrucksformen des Taiji Qigong. Gesundheitsfördernde Übungen der traditionellen chinesischen Medizin. ML Verlag, Ülzen, 5. Aufl.)


Qigong erfordert keine Hilfsmittel, wenig Platz, kann im Stehen, Liegen und Sitzen praktiziert werden.

 

Der Fliegende Kranich

Diese spezielle Übungsform - für stabile Gesundheit, Ruhe und Gelassenheit - ist erst um 1970 von Qigong-Meister Zhao Jin Xiang und dem Arzt Pang He Ming entwickelt worden. 
In den fünf aufeinander aufgebauten Übungsfolgen werden die anmutigen, fliessenden und meditativen Bewegungen des Kranichs imitiert, der gesamte Körper wird harmonisiert, das Qi wird aufgenommen, abgegeben, gestärkt und geleitet. Die sechste Übung im Kranich ist dem freien Energiefluss gewidmet. Die Übungen verbinden Qigong in Ruhe (Himmlischer Kreislauf) mit Qigong in Bewegung.

Die sechs Übungen des Fliegenden Kranichs:
1. Übung: Das Öffnen zu den sechs Richtungen.
2. Übung: Das Harmonisieren von Yin und Yang.
3. Übung: Kranichkopf und Drachenhaupt bringen das Qi im kleinen Kreislauf zum Fliessen.
4. Übung: Der Kranich streift das Wasser.
5. Übung: Die Rückkehr zur Einheit.
6. Übung: Freie Form Zita-Gong.



Empfohlene Literatur: Petra Hinterthür & Astrid Schillings (1913): Qi Gong - Der fliegende Kranich: Die selbstheilende Kraft meditativer Bewegungsübungen. Verlag: Windpferd.

Am Lorberkogel 8, 9330 Althofen/Kärnten, Austria Telefon: 0650 85 24 904, E-Mail: praxis@kager-adunka.at